Dörrschrank

Dörrschrank

Quelle: Amazon.de*

Dörren ist eine der ältesten Methoden Lebensmittel haltbar zu machen und später verzehren zu können. Heute ist dies nicht mehr nötig, da eingefroren oder anderweitig konserviert wird. Doch das Dörren erlebt derzeit eine Renaissance, weil viele schätzen, dass damit gesundes Snacks hergestellt werden können. Bekannt sind meist die Dörrautomaten, die mit gleichmäßiger Wärme und Luft, ähnlich wie in einem Backofen, die Lebensmittel dörren. Doch es gibt Alternativen: zum Beispiel den Dörrschrank. Mit einem Dörrschrank oder Trocknungsschrank lassen sich große Mengen an Lebensmitteln haltbar machen. Idealerweise sind diese im Garten aufgestellt. Mehr zum Dörrschrank erfahren Sie im folgenden Bericht.

Was ist ein Dörrschrank?

Ein Dörrschrank ist ein spezieller Schrank, der zum Trocknen von Lebensmitteln genutzt wird und dabei die Kraft der Sonne nutzt, statt, wie ein Dörrautomat, auf elektrischen Strom zu setzen. Vergleichbar ist ein solcher Dörrschrank auf den ersten Blick mit einem Gewächshaus. Einige Modelle sind für beides verwendbar.

Welche Arten werden unterschieden?

Dörrschrank für den privaten Gebrauch (aus Holz)
Die einfacheren Dörrschränke sind häufig aus Kunststoff oder Holz hergestellt. Für Holz spricht nicht nur der natürliche Ursprung des Materials, sondern auch seine Langlebigkeit. Aus Kunststoff ist ein solcher Dörrschrank leichter, preiswerter und schneller aufgestellt.
Dörrschrank für die Industrie (aus Edelstahl)
Dörrschränke gibt es auch aus Edelstahl. Diese sind natürlich preisintensiver und eher etwas für industrielle Zwecke.

Wie funktioniert ein Dörrschrank?

Ein sogenannter Dörrschrank, auch Trockenschrank genannt, wird dazu genutzt, auf Schüben oder an Haken bzw. aufgefädelt kleine Lebensmittel wie Beeren oder auch kleingeschnittenes Gemüse oder Fleisch zu trocknen. Dabei wird der Luft Feuchtigkeit entzogen. Häufig wird die Hitze der Sonne für die Trocknung genutzt.

Dörrschrank Trocknungsschrank

Vor- und Nachteile gegenüber einem Dörrautomaten

Während manche Verbraucher auf die Dörrautomaten mit elektrischer Energie schwören, wollen anderen lieber einen Trockenschrank benutzten. Beides hat Vor- und Nachteile. Während der Trockenschrank keine Elektroenergie verbraucht, benötigt er wiederum mehr Platz. Mit dem Dörrschrank lassen sich aber weitaus größere Mengen trocknen und die Trocknung wird an der frischen Luft durchgeführt, sodass kein Strom benötigt wird.

Für wen eignet sich ein Trocknungsschrank?

Gut nutzbar ist ein Dörrschrank natürlich nur, wenn man die Platzverhältnisse hat, einen solchen problemlos aufstellen zu können. Außerdem ist die Anschaffung lohnenswert, wenn große Menge gedörrt werden sollen, beispielsweise, weil durch einen eigenen Garten große Obst-und Gemüsemengen zur Verarbeitung anfallen.

Dörrschrank kaufen – worauf sollte ich achten?

Ist die Entscheidung für einen Trockenschrank gefallen, geht es an die Auswahl des Modells. Eine Auswahlmethode kann der Preis sein, wobei klar sein dürfte, dass mit niedrigem Preis meist auch ein Qualitätsverlust einhergeht. Bei den Trockenschränken heißt dies: Kunststoff. Ein guter Trockenschrank aus Holz hingegen ist langlebig und nicht ganz billig – um die 200 Euro sollten gerechnet werden. Natürlich ist ein Auswahlkriterium die Größe.

Hier geht es zum einen um den Inhalt, den man mit einem Mal trocknen möchte, zum anderen um die Grundfläche und Höhe, die für den geeigneten Platz im Garten oder auf dem Balkon benötigt wird. Naturbelassenes Holz ist natürlich ein Plus, zum anderen kann es für die Auswahl entscheidend sein, wie einfach der Schrank aufzubauen geht. Die Montage ist für Ungeübte nicht einfach, aber es liegt in der Regel eine Aufbauanleitung bei.

Entscheidend beim Kauf sind: Material (Holz, Kunststoff oder Metall), Volumen und Montage.

Wie sind die Preise?

Die Preise variieren recht stark. Während kleine Gewächs/Trockenhäuser aus Kunststoff schon für unter 50 Euro zu haben sind, muss man für einen guten Trockenschrank aus Holz mit guter Verarbeitung das rund vierfache rechnen.

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Wo kann man einen Dörrschrank kaufen?

Dörrschränke kauft man am besten im Internet, wo es einige Onlineshops gibt, die so etwas vertreiben. Im örtlichen Handel ist es eher selten – wer ein kleines Gewächshaus zweckentfremden möchte, kann dies natürlich auch im Gartenbedarf kaufen.

Dörrschrank selber bauen – Anleitung

Vorteile gegenüber dem Kauf gibt es beim Selbstbau Einige: preiswerter ist er allemal, es macht Spaß und man kann sich in der Größe und den Abmaßen nach den eigenen Gegebenheiten und Wünschen richten. Will man den Bau starten, macht man sich am besten eine Zeichnung, sodass dieser dann die Maße für die Einzelteile entnommen werden können. Die zugeschnittenen Holzteile bekommt der geübte Baumarkteinkäufer dort gleich im passenden Maß, aber natürlich kann auch zu Hause zugeschnitten werden. Dafür braucht der Selbstbauer dann allerdings entsprechendes Werkzeug, wie beispielsweise eine Handkreissäge oder Stichsäge.

Die Schnittkanten müssen auf alle Fäll mit einem Schleifpapier gesäubert werden, um sich keine Splitter einzuhandeln. Anschließend müssen alle Schraubenlöcher gebohrt und eventuell sogar mit einem Senker oben aufgeweitet werden, um danach die Schraubenköpfe versenken zu können. Holzschrauben sollte man in der passenden Größe dahaben oder kaufen.

Als erstes verbindet man Rücken und Seitenteile. Dann kommen Boden, Deckel und Zwischenböden dazu. Wer die Luftzirkulation im Dörrschrank beschleunigen will, setzt einen kleinen Computerlüfter ein. Damit nichts in die Lüfterblätter kommt, kann ein engmaschiges Netz verwendet werden. Wer will, „vernetzt“ den Schrank neben dem Lüfter noch mit einer Glühlampe, sodass ein wenig mehr Wärme zirkuliert. Beides zieht durch Löcher mit mehreren Zentimetern Durchmesser in den eigentlichen Trockenraum, wobei diese mit einer herkömmlichen Bohrkrone oder einer Lochkreissäge gebohrt werden können.

Oben an den Deckel oder zwischen die Seitenwände können Metallstäbe oder Haken befestigt werden, an denen man das Dörrgut aufhängt. Das Ganze wird noch mit einer Tür verschlossen, die am besten einfach mit einem Magnetschnäpper hält. Außen einen Griff dran – fertig. Nützlich wäre es, ein Thermometer in den Trockenschrank zu hängen.

Fazit: Dörrschränke

Ein Dörrschrank ist eine gute Idee, um zu experimentieren, welche Lebensmittel sich unter welchen Bedingungen dörren lassen. Es braucht ein wenig Erfahrung, und so wird sicher auch erst mal das eine oder andere Lehrgeld bezahlt. Aber dann ist der Dörrschrank ein gutes Hilfsmittel und besonders im Sommer sehr zu empfehlen. Wer gerne bastelt und baut, wird auch schon bei der Herstellung des Schrankes Freude haben, wobei es hier viele verschiedene Möglichkeiten und Ausführungen gibt. Auch hier kann nach Herzenslust ausprobiert werden, ehe man das Ideale für sich gefunden hat.

Letzte Aktualisierung am 12.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API