Obst dörren

Obst dörren: Kurzanleitung

Eine besonders große Vielfalt ergibt sich, wenn Sie Obst dörren möchten. Nahezu alle Obstsorten eignen sich zum Trocknen: Sowohl bekanntes einheimisches Obst wie Äpfel, Birnen oder Pflaumen über Beeren wie Heidelbeeren oder Cranberrys bis hin zu exotischen Früchten wie Mangos oder Ananas. Hier erfahren Sie, wie Sie Obst dörren mit einem Dörrautomat.

Vorauswahl

Beim Dörren von Obst sollte man möglichst frische und gut ausgereifte Ware verwenden. Kann man nicht auf Obst aus dem eigenen Garten zurückgreifen, sollte man Bio-Obst verwenden. Hier haben Sie später auch die Gewissheit, dass das Dörrgut auch tatsächlich frei von Schadstoffen ist. Achten Sie auch beim Obst dörren darauf, dass das Dörrgut frei von Druckstellen oder Wurmbefall ist. An Schadstellen können sich bereits Mikroorganismen ausgebreitet haben, die trotz des späteren Dörrens nicht ausreichend beseitigt werden und die Nahrungsmittel verderben lassen können.

Waschen

Bevor Sie das Obst dörren, wird es zunächst gewaschen, von Stilen befreit und je nach Obstsorte auch entkernt. Hat das Obst Druckstellen, muss dieses nicht gleich aussortiert werden. Schneiden Sie diese Stellen großzügig heraus.

Schneiden

Mit Ausnahme von Pflaumen oder Beeren werden beim Obst dörren alle Obstsorten nun halbiert oder in Scheiben geschnitten. Da während des Trocknens viel Flüssigkeit aus den Früchten entweicht und diese dadurch schrumpfen, sollten die Scheiben nicht allzu dünn geschnitten werden. Optimal ist hier eine Dicke von ca. 15 bis 18 mm. Nun sind die Vorbereitungen abgeschlossen und Sie können das Obst dörren.

Tipp: Um Verfärbungen am Obst zu vermeiden, kann man die Obststücke in eine 1-prozentige Salzwasserlösung tauchen.

Obst richtig dörren: Temperatur und Dauer

Ist alles Obst nun vorbereitet, kann der Dörrprozess beginnen. Belegen Sie dabei die Stücke sorgfältig und mit etwas Abstand zueinander auf dem Dörrgitter. Wichtig hierbei ist, dass das Obst nicht übereinander gelegt wird. Das würde eine Luftzirkulation blockieren und zu ungleichmäßigen Ergebnissen führen. Beginnen Sie nun bei 40 – 50 Grad Celsius das Dörrgut vor zu trocknen. Je nach Obstsorte kann die Temperatur anschließend für den überwiegenden Teil des Dörrprozesses auf bis zu 70 Grad Celsius erhöht werden. Ratsam ist es zudem, die Dörrgitter während der gesamten Zeit mehrmals zu drehen und umzuschichten insofern es sich um einen Dörrautomat mit vertikaler Luftverteilung handelt. Das sorgt zusätzlich für eine optimale Wärmeverteilung. Bei horizontalen Lüftungssystemen, wie z. B. bei dem Rommelsbacher Dörrautomat, ist ein Umschichten nicht notwendig, da dort die warme Luft separat und gleichmäßig in jede Dörretage strömt.Zum Ende des Dörrens kann die Temperatur schließlich reduziert werden. Das schont das Dörrgut und verhindert dunkle Verfärbungen. Prüfen Sie abschließend, ob das Dörrobst fertig getrocknet ist. Es sollte sich ledrig anfühlen und darf beim Drücken mit den Fingern auch etwas nachgeben. Sollte jetzt allerdings noch Wasser aus dem getrockneten Obst hervortreten, muss dieses noch nachgedörrt werden.

Abkühlen und lagern

Nach dem Obst dörren wird das Dörrgut noch etwas abgekühlt und anschließend luftdicht verpackt, sodass keine Feuchtigkeit von außen an das Obst gelangt. Hierzu eignen sich besonders gut luftige Kellerräume oder Speisekammer. Weitere ausführliche Tipps zur Lagerung finden Sie in diesem Artikel.