Beef Jerky selber machen

Beef Jerkey selber machen

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Beef ist bekanntermaßen im Amerikanischen das Rindfleisch; und es wird in unzähligen Varianten verarbeitet und haltbar gemacht. Unter anderem gibt es verschiedenste Rezepte für Trockenfleisch, von dem das Beef Jerky eine bekannte Variante ist. In diesem Artikel wollen wir Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie ganz einfach Beef Jerky selber machen können.

Beef Jerky selber machen

Unter dem Begriff Jerky wird die gleiche Zubereitung auch aus anderem Fleisch praktiziert, doch zu Berühmtheit gelangt ist das Original aus Rindfleisch. Dafür wird das Fleisch mariniert oder einfach gesalzen, und in dünne Scheiben oder Streifen geschnitten und gedörrt. So kann es dann als Imbiss verzehrt werden und ist auch ideal als Proviant für unterwegs geeignet. Mit dem richtigen Rezept ist es übrigens einfach, Beef Jerky selber zu machen.

Dieses Fleisch ist dafür geeignet

Fleisch trocknen

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Das rohe Rindfleisch, welches für die Herstellung benötigt wird, muss von guter Qualität sein. Denn mit der Ausgangsware steht und fällt das Ergebnis. Will man Beef Jerky selber machen, muss man sich dazu Fleisch kaufen, von dessen guter Herkunft man überzeugt ist. Hochwertiges, frisches Rindfleisch aus Südamerika zum Beispiel ist ein guter Rohstoff, um Beef Jerky selber zu machen. Dieses bekommt man beispielsweise im Großhandel als Steakfleisch aus Argentinien oder Brasilien. Ideal sind Roastbeef oder das Fleisch für die Hüftsteaks.

Gekauft werden kann auch gefrorenes Rindfleisch, welches man gerade im Großmarkt günstig bekommt.

Fleisch vorbereiten und marinieren

Will man Beef Jerky selber machen, sind zunächst zwei Arbeitsschritte nötig: das Vorbereiten des Fleisches, indem man es schneidet, und dann das Marinieren. Bei Letzterem kommt es auf das jeweilige Beef Jerky Rezept an, da gibt es natürlich Verschiedene.

Beef Jerky herstellen ist gar nicht so schwierig wie man glauben könnte, doch ein paar Maßnahmen sind wichtig zu beachten. So zum Beispiel beim Schneiden des Fleisches die unbedingte Hygiene, um Keimen an dem rohen Fleisch keine Chance zu geben.

Um Beef Jerky selber zu machen, braucht man auf alle Fälle ein sehr gutes Schneidwerkzeug, also ein extrem scharfes Messer. Damit muss das Fleisch von Fettgewebe und Sehnen befreit werden. Ideal für das Schneiden in dünne Scheiben ist ein Allesschneider mit einem glatten Blatt. Damit das Schneiden gut gelingt, kann man das Fleisch zuvor im Tiefkühler für 2-3 Stunden anfrieren. Die Scheiben sollten möglichst gegen die Fasern geschnitten werden, und werden dann in Streifen von 2-3 mm Dicke zerteilt.

Danach kommt das Fleisch in verschließbare Plastiktüten, wobei nicht mehr als ein Kilogramm in einer Verpackung sein sollte. Übergossen wird das Ganze mit zwei bis drei Suppenkellen der Marinade. Dann wird der Beutel fast komplett verschlossen, die Luft herausgestrichen und der Beutel endgültig zugemacht. So kann das Fleisch sich gut mit der Marinade vermischen und die Beutel kommen wieder in den Kühlschrank.

Will man Beef Jerky selber machen, ist das Rezept für die Marinade entscheidend. Davon gibt es natürlich eine ganze Reihe; der Klassiker sieht wie folgt aus: Je 100 ml Soja-und Worcestersauce, 2 TL brauner Zucker und je ein TL flüssiger Rauch sowie Knoblauchpulver. Dazu kommt ein Schuss Essig. Dieses Grundrezept kann beliebig vervielfacht werden.

Ein anderes Beispiel für die Herstellung der Marinade sind ein Viertel Liter Limonade (kann auch Cola sein), ein Achtel Liter Whisky, je 30-40 ml flüssiger Rauch, Ahornsirup und Sojasauce, 50 g brauner Zucker und eine Prise Chili sowie ein halber EL Zwiebelpulver.

Beef Jerkey selber machen: Das Trocknen des Fleisches

Ein wichtiger Bestandteil, um Beef Jerky selber zu machen, ist das Trocknen. Das Fleisch hat nun für mindestens 4 Stunden in der Marinade gelegen, und ist somit fertig gewürzt. Längeres Marinieren macht den Geschmack intensiver. Hier muss man ausprobieren, was und wie lange man am besten nimmt.

Wichtig beim Beef Jerky selber machen ist, dass der Trockenvorgang möglichst schonend von statten geht, das heißt, die Flüssigkeit ohne Wärmeeinwirkung entzogen wird. Je langsamer und schonender das Fleisch getrocknet wird, umso weicher ist dann das Endprodukt.

dörrautomat-typen

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Will man Beef Jerky selber machen, hat man zum Trocknen einige Optionen. An der Luft bzw. in der Sonne ist möglich, aber nicht so ideal, da es in unseren Breiten zu lange dauert. Dann wäre das Trocknen im Backofen möglich, wobei dieser nicht über 40 Grad heiß sein darf. Die einfachste und sicherste Methode aber ist der Dörrautomat.

Dörrgeräte gibt es in verschiedenen Größen und Ausstattungen. Sie sind für viele leckere Zubereitungen empfehlenswert, nicht nur, um Beef Jerky selber zu machen. Das Prinzip eines solchen Apparates ist, dass eine Heizeinheit warme Luft verteilt, während das Dörrgut auf verschiedenen Rosten liegt. Die Feuchtigkeit wird dem Dörrgut langsam und schonend entzogen und macht dieses länger haltbar. In unserem großen Dörrautomat Vergleich stellen wir eine Reihe von verschiedenen Dörrgeräten vor, die sich z. B. für das Trocknen von Fleisch eignen. Diese sind bei manchen Modellen auch feste Schalen, die man herausnehmen und dadurch gut säubern kann. Besonders gut eignet sich zum Beef Jerkey selber machen der Stöckli Dörrautomat, da dieser über eine breite Spanne bei der Temperatureinstellung verfügt und zudem sehr gut verarbeitet ist.

Das Fleisch wird dann aus der Kühlung genommen und die Marinade soll ablaufen. Dabei presst man das Fleisch so gut als möglich zusammen, damit möglichst viel Marinade herauskommt. Anschließend werden die Fleischstreifen auf Küchentüchern ausgebreitet, damit sie weiter trocknen. Mit weiterem Küchenpapier tupft man das Fleisch trocken – je weniger Marinade noch im Fleisch ist, umso besser.

Schließlich werden die Fleischstücke auf den Schalen des Dörrgerätes verteilt, wo sie sich nicht berühren sollen. Wie lange der Dörrautomat braucht, um seine volle Beladung zu trocknen, kommt auf Modell, Programm und das Fleisch an. Mit 6 bis 12 Stunden sollte man aber rechnen. Hat das Gerät mehrere Leistungsstufen, sollte man für das Beef Jerky nicht die Höchste nehmen, sondern ungefähr die Mittlere.

Ideal ist es, das Dörrgut nach ein paar Stunden zu drehen, damit sich die Oberseite unten befindet. Drückt man auf das Fleisch, und gibt nicht mehr nach, ist es fertig.

Beliebte Dörrautomaten

Aufbewahrung und Lagerung

Das Beef Jerky selber machen ist also mit ein wenig Arbeit verbunden, aber es lohnt sich wegen des guten Geschmacks. Vor allem ist es etwas, das sich gut im Vorhinein zubereiten lässt und auch für unterwegs geeignet ist, zum Beispiel für ein Picknick, zum Wandern oder als leckerer Snack für zwischendurch.

Nach dem Dörren muss das Fleisch völlig auskühlen, ehe es in Beuteln luftdicht verschlossen wird. Um den Geschmack und das Aroma voll zu entfalten, sollte das Beef Jerky nun mindestens zwei Tage, besser zwei Wochen ruhen. In diesem Artikel finden Sie weitere allgemeine Tipps zur Aufbewahrung von Dörrgut. 

Dann ist es genussfertig und das Ganze kann bei Zimmertemperatur im verschlossenen Beutel mindestens ein Vierteljahr aufbewahrt werden. Bei kühler Lagerung sind sogar bis zu 6 Monaten möglich. Bildet sich nach ein paar Monaten ein weißer Belag, so ist das kein Schimmel, sondern normalerweise auskristallisiertes Salz.

Beef Jerky selber machen ist eine schöne Sache, mit der man jederzeit etwas Herzhaftes zu Naschen im Hause hat.