7 Regeln beim Dörren

Ob frische Äpfel, Aprikosen oder Birnen verarbeitet zu Trockenobst oder kalorienarme Chips aus Grünkohl oder Wirsing – mit einem Dörrautomat lassen sich leckere und gesunde Zutaten und Snacks für den täglichen Speiseplan herstellen. Wenn Sie sich an folgende 7 Punkte halten, gelingt auch Ihnen das Dörren von Lebensmitteln mit einem Dörrgerät.

Qualität des Dörrguts

Das Dörrgut sollte möglichst frisch und nicht überreif sein. Druckstellen oder Flecken sollten entfernt werden und schimmelige oder von Insekten befallene Früchte werden aussortiert. Wenn möglich, sollte auf selbstgezogene Lebensmittel oder auf Bio-Ware zurückgegriffen werden, da diese in der Regel unbelastet sind.

Vorbereitung

Das Obst und Gemüse wird geputzt, gewaschen oder je nach Sorte auch von Kernen oder Steinen befreit. Einige Obstsorten, wie z. B. Äpfel, werden zudem geschält. Anschließend wird das Dörrgut in Stücke oder Scheiben geschnitten. Allerdings nicht zu dünn, da das Volumen beim Dörren durch den Wasserentzug bereits stark abnimmt.

Warme, zirkulierende Luft

Um dem Dörrgut das Wasser zu entziehen bedarf es einer trockenen, warmen Luft, die zirkuliert. Die Feuchtigkeit muss aus den Früchten nach außen geleitet werden und ihr trockene, warme Luft nachziehen können. Optimal hierfür sind daher Dörrautomaten. Welche Dörrgeräte sich hierfür eignen, sehen Sie in unserem großen Dörrautomat-Vergleich.

Verteilung auf dem Dörrgitter

Das Dörrgut sollte nicht übereinander auf dem Dörrsieb verteilt werden oder sich überlappen. Das würde dazu führen, dass die Wärme nicht an jede Stelle gelangt und das Dörrgut nur ungleichmäßig getrocknet wird.

Dörrtemperatur

Besonders wichtig für ein gutes Dörrergebnis ist die Einhaltung der Dörrtemperatur, die je nach zu dörrendem Lebensmittel unterschiedlich ist. Zudem nehmen Faktoren wie Reifegrad, Größe oder Wassergehalt des Dörrguts einen wesentlichen Einfluss auf die notwendige Dörrtemperatur. Pilze und Kräuter werden außerdem grundsätzlich bei einer geringeren Temperatur gedörrt als Obst und Gemüse. Achten Sie daher beim Kauf eines Dörrautomaten auf die einstellbare Temperaturregulierung. Je größer der Temperaturbereich, umso vielfältiger kann gedörrt werden.

Dauer

Auch die Dauer des Trocknens schwankt je nach Sorte. Obst ist meist dann fertig gedörrt, wenn es beim Drücken mit dem Finger leicht nachgibt, aber keine Feuchtigkeit mehr heraustritt. Gemüse hingegen hat nach dem Dörren eine stets feste bis brüchige Struktur und Pilze sowie Kräuter sind spröde und bröselig.

Lagerung

Das getrocknete Dörrgut muss an einem trockenen Ort gelagert werden und mit einem luftdichten Gefäß verschlossen werden, sodass keine Feuchtigkeit von außen an das Dörrgut gelangt. Ein dunkler Ort sorgt zudem dafür, dass der Abbau der Inhaltsstoffe verlangsamt wird. Hierfür eignen sich besonders gut luftige, kühle Keller oder Speisekammern. Mehr zur richtigen Lagerung des Dörrguts erfahren Sie in diesem Bericht.


Fazit:

Schon die Auswahl des Dörrgut entscheidet über das Ergebnis: Wählen Sie stets frische, nicht überreife Lebensmittel und entfernen Sie Druckstellen. Schimmelige oder von Insekten befallenes Obst und Gemüse sollte direkt aussortiert werden. Das Dörrgut wird daraufhin gewaschen, geputzt und in Stücke, Scheiben oder Schnitze vorbereitet. Wichtig ist im nächsten Schritt, dass das Dörrgut gleichmäßig auf dem Dörrsieb verteilt wird und sich nicht überlappt, um eine gute Luftzirkulation zu ermöglichen. Dörrtemperatur und Dörrdauer richten sich nach dem jeweiligen Lebensmittel und sind zudem abhängig von Faktoren wie Reifezustand, Wassergehalt oder Größe des Dörrguts. Schließlich wird das getrocknete Dörrgut abgekühlt, luftdicht verpackt und an einem trockenen Ort gelagert. Orientieren Sie sich besonders am Anfang an diese Tipps. Nach mehrmaligem Dörren haben Sie den Dreh raus und können Ihre selbstgemachten Trockenfrüchte genießen.